18 Mai

Im Gespräch: Brigitte Schneider

Brigitte SchneiderCJ: Warum stellst Du Dich zur Stadtratswahl?

Brigitte Schneider: Rainer Müller fragte mich, ob ich für das NEUE FORUM zur Kommunalwahl kandidieren würde. Wir kennen uns vom Bund stalinistisch Verfolgter. Spontan sagte ich zu.

CJ: Warum gerade beim NEUEN FORUM?

Brigitte Schneider: Die Ziele des NEUEN FORUM sind auch meine Ziele. Wir brauchen eine Fortsetzung der Bürgerbewegung von 1989. Ich trat 1989 dem Neuen Forum bei und gehörte der Basisgruppe des NEUEN FORUM – Psychiatriebetroffene – an. Unser Ziel war die Aufklärung des Psychiatriemissbrauchs im Raum Leipzig. Wir erreichten die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses in der Stadtverordnetenversammlung.

CJ: Wenn Du in den Stadtrat kommst, wofür willst Du Dich zuerst einsetzen?

Brigitte Schneider: Für eine Verbesserung der Lebenssituation benachteiligter Kinder und Familien, z. B. Verfahrensänderungen bei der Finanzierung von Urlaubszuschüssen.

CJ: Und was ist Dir am wichtigsten?

Brigitte Schneider: Dass die Volksvertreter die Rahmenbedingungen schaffen, dass in Leipzig alle Bürger die in der UN- Konvention niedergelegten Menschenrechte in jedem Alter wahrnehmen können.

CJ: Was ist mit Deiner Stimme nicht zu machen?

Brigitte Schneider: Repräsentationsprojekte zu unterstützen.

CJ: Wenn Du gerade keine Politik machst, was machst Du dann am liebsten? Was sind Deine Hobbys?

Brigitte Schneider: Konzerte und Oper besuchen. Gute Filme im Kino ansehen. Am Wochenende wird bei schönem Wetter geradelt. Ansonsten setze ich mich weiterhin dafür ein, dass sich die Lebenssituation Verfolgter in der ehemaligen DDR verbessert.

CJ: Danke!

Brigitte Schneider kandidiert für das NEUE FORUM im Wahlkreis 0. Die Fragen stellte Carl Jesche.